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Verein für deutsch-französische Studienbeziehungen
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Schriftliche Prüfung

Mindestens zwei Prüfungen müssen insgesamt über das Jahr schriftlich abgelegt werden. Die schriftliche Prüfung läuft im Großen und Ganzen parallel zum partiel ab: drei Stunden, zwei Themen zur Auswahl – häufig zwei dissertations –, in der Regel (Reflexions-) Themen aus der Vorlesung, commentaires und cas pratiques werden wohl selten gestellt, Gesetzbücher werden auch hier teilweise zugelassen.

Der Vorteil liegt darin, dass man Zeit zum Nachdenken und zum Strukturieren hat, dass man zwei Themen zur Auswahl hat und seine Formulierungen überdenken und in Ruhe nachschlagen kann. Allerdings muss man auch das französische Formgerüst beherrschen. Bei dissertation und commentaire d’arrêt ist die Form so wichtig und so streng, dass ein Großteil der Zeit dafür benötigt wird, sich ein Konzept zu bauen, sodass man sich am Ende sehr beeilen muss, um es noch umsetzen zu können. In diesem Fall haben wir als Ausländer den doppelten Nachteil, dass wir sprachlich nicht perfekt und meist auch langsamer sind und zusätzlich nur wenig Erfahrung mit der französischen Struktur und Denkweise haben.

Deshalb werden meistens mündliche Prüfungen empfohlen. Wer aber mündlich im Französischen nicht so gut ist oder mündliche Prüfungen generell nicht so sehr schätzt, sollte sich davon nicht beunruhigen lassen. Es gibt einige von uns, die fast ausschließlich schriftliche Prüfungen absolviert haben und damit sehr zufrieden waren. Ich denke, das hängt einfach vom Typ ab. Außerdem heißt es, dass es strukturell tatsächlich einen Ausländerbonus geben soll.